Häufige Fragen zu Fassadenschäden, Zustandsanalyse und WDVS
Typische Anzeichen sind Risse im Putz, Blasenbildung, sich lösende oder abplatzende Putzflächen, feuchte Stellen sowie Verfärbungen durch Algen- oder Schimmelbefall. Nicht jedes Anzeichen ist gleich dramatisch, aber je früher es abgeklärt wird, desto günstiger lässt sich das Problem meist beheben. Im Zweifel lohnt sich eine fachliche Einschätzung, bevor Sie selbst etwas kaschieren oder ausbessern lassen.
Verfärbungen und sogenannte Wolkenbildungen auf der Fassadenoberfläche können auf Feuchtigkeit hindeuten, sind aber nicht automatisch ein Grund zur Sorge. Je nach verbautem Fassadensystem, Wandaufbau und verwendetem Farbanstrich sind solche Erscheinungen teilweise normal und unbedenklich. Ob es sich um ein rein optisches Phänomen oder um ein tieferliegendes bauphysikalisches Problem handelt, lässt sich pauschal nicht beurteilen – das hängt immer vom konkreten Aufbau der jeweiligen Fassade ab. Im Zweifel lohnt sich eine fachliche Einschätzung, um Klarheit zu schaffen.
Algen- und Schimmelbildung entsteht meist durch Feuchtigkeit, die länger auf der Fassadenoberfläche verbleibt – begünstigt durch schattige Lagen, geringe Austrocknung nach Regen oder bauphysikalische Schwachstellen. Optisch ist das unschön, muss aber nicht zwingend ein bauphysikalisches Problem sein: Oft handelt es sich um einen rein oberflächlichen Befall, der sich reinigen lässt. In manchen Fällen deutet die Verfärbung aber auf eine tieferliegende Ursache hin, etwa unzureichende Trocknung oder einen Planungsfehler in der Fassadenkonstruktion. Eine fachliche Einschätzung hilft, zwischen einem rein kosmetischen und einem strukturellen Problem zu unterscheiden.
Anschlussfugen sind sogenannte Wartungsfugen – sie sind von Natur aus kein dauerhaftes Bauteil, sondern müssen regelmässig kontrolliert und bei Bedarf erneuert werden, ähnlich wie andere Verschleissteile am Gebäude. Die Verantwortung für diese laufende Kontrolle und den Unterhalt liegt bei der Eigentümerschaft bzw. der STWEG. Das ist auch der Grund, warum wir regelmässige Fassadenkontrollen empfehlen: Wird eine rissige oder spröde Fuge nicht rechtzeitig erneuert, kann Wasser eindringen und das gesamte WDVS-System – Dämmung, Putz und Untergrund – nachhaltig beeinträchtigen. Eine frühzeitige, vergleichsweise günstige Fugensanierung verhindert so oft eine spätere, deutlich teurere Flächensanierung.
Ein Wasserschaden an der Fassade zeigt sich oft durch nasse Flecken, abblätternden Putz oder Verfärbungen, die auch nach längerer Trockenheit nicht verschwinden. Wichtig ist, nicht nur die sichtbare Stelle auszubessern, sondern die Eintrittsstelle des Wassers zu finden – oft liegt sie nicht dort, wo der Schaden sichtbar wird, sondern an einem Anschluss, einer Fuge oder einer Fensterbank in der Nähe. Wir klären die Ursache ab und zeigen auf, welche Massnahmen tatsächlich nötig sind.
Die erste Kontaktaufnahme ist kostenlos: Rufen Sie uns an oder schicken Sie uns Fotos Ihres Anliegens per E-Mail. Wir geben Ihnen dazu eine kurze, unverbindliche Einschätzung und eine Empfehlung, ob und welche weiteren Abklärungen sinnvoll sind. Eine ausführliche Zustandsanalyse, ein Vor-Ort-Termin oder ein Gutachten sind eigenständige, kostenpflichtige Leistungen, deren Umfang und Kosten wir vorab transparent mit Ihnen besprechen.
Schicken Sie uns ein oder mehrere Fotos Ihres Anliegens per E-Mail an info@fassadenplan.ch oder rufen Sie direkt an. Wir geben Ihnen eine erste, kurze Einschätzung und sagen Ihnen ehrlich, ob sich eine weitere Abklärung lohnt. Diese Ersteinschätzung ist kostenlos und unverbindlich – für die eigentliche Zustandsanalyse oder ein Gutachten vor Ort erstellen wir Ihnen bei Bedarf ein separates Angebot.
Bei einer WDVS-Fassade (Wärmedämmverbundsystem) wird die Dämmung direkt auf die Wand geklebt/gedübelt und anschliessend verputzt – es gibt keinen Luftspalt. Bei einer hinterlüfteten Fassade liegt zwischen Dämmung und Verkleidung eine Luftschicht. Wir sind spezialisiert auf WDVS-Fassaden; hinterlüftete Fassaden gehören nicht zu unserem Leistungsspektrum.
Der Beanspruchungsindex ist eine standardisierte Kennzahl des Schweizerischen Maler- und Gipsermeisterverbands (SMGV), mit der sich der tatsächliche Abnutzungsgrad einer Fassade objektiv bewerten lässt. Er hilft, den richtigen Zeitpunkt für Unterhaltsmassnahmen zu bestimmen, statt auf Verdacht zu sanieren oder Schäden zu spät zu erkennen.
Besonders bei älteren Liegenschaften oder vor einer geplanten Sanierung ist eine vorsorgliche Zustandsanalyse sinnvoll. So lassen sich versteckte Schwachstellen frühzeitig erkennen, bevor daraus teure Folgeschäden entstehen.
Ein Ausführungsbetrieb hat naturgemäss ein Interesse daran, Aufträge zu erhalten – das muss nicht falsch sein, kann aber die Einschätzung beeinflussen. Wir sind an keinen Ausführungsbetrieb gebunden und verkaufen keine Sanierungsleistungen selbst. Unsere Einschätzung basiert ausschliesslich auf dem, was fachlich sinnvoll ist.
Wir begleiten das Projekt unabhängig durch Planung und Bauphase, koordinieren die beteiligten Betriebe und prüfen kritische Ausführungsschritte vor Ort – damit am Ende umgesetzt wird, was geplant war. Das bieten wir sowohl bei Neubauprojekten als auch bei Sanierungen an.
Im Rahmen eines Wartungsvertrags kontrollieren wir Ihre Fassade regelmässig, meist jährlich, und berechnen den Beanspruchungsindex nach SMGV-Vorgaben. So behalten Sie den Zustand Ihrer Liegenschaft laufend im Blick und können Unterhaltsmassnahmen rechtzeitig und kosteneffizient planen.
Unser Kerngebiet ist die Zentralschweiz (Kantone Luzern, Zug, Schwyz, Nidwalden, Obwalden und Uri), mit Sitz in Horw. Bei Bedarf sind wir aber in der ganzen Deutschschweiz für Sie unterwegs, unter anderem auch in den Kantonen Bern, Aargau und Zürich.
Wir arbeiten für private Hauseigentümer, Stockwerkeigentümergemeinschaften (STWEG), Bauherrschaften, Investoren und Verwaltungen – überall dort, wo eine unabhängige Fachmeinung zu einer WDVS-Fassade gefragt ist.